Classic et Cetera

Lise de la Salle Klavierabend, Fr., 19.10.2018, 19:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 (1735)
Sicilienne G-Moll BWV 1031 (Transkription von Wilhelm Kempff)
Chaconne d-Moll BWV 1004 (1720, Transkription von Ferruccio Busoni)

Gabriel Fauré (1845 – 1924)
Barcarolle Nr. 4 As-Dur op. 44 (1886)
Barcarolle Nr. 5 Fis-Dur op. 66 (1894)
Barcarolle Nr. 6 Es-Dur op. 70 (1895)

Sergei Sergejewitsch Prokofjew (1891 – 1953)
Romeo und Julia op. 75 (1937)

Lise de la Salle
Sie ist klug, schön und tiefgründig. Und sie ist hochbegabt. Lise de la Salle ist mit den schönen Künsten aufgewachsen, sie sind ihr Lebenselixier. Kein Wunder, bei der Familie: Ihre russische Urgroßmutter hatte die Ehre, mit Tschaikowsky zu konzertieren. Schon in frühester Kindheit stand der Berufswunsch von Lise fest, als sie das Klavier ihrer Großmutter für sich entdeckt hatte, die auch Pianistin war. Obwohl sie von sich ganz bescheiden sagt: „Nicht ich habe mich für das Klavier entschieden – das Klavier hat mich auserwählt“.

Die 29-Jährige, die als Ausnahme-Pianistin gehandelt wird, ist Kosmopolitin, sie wurde in Cherbourg geboren und lebt in New York. Die musikalischen Farben des „Big Apple“ weiß sie sehr zu schätzen. Und so liebt sie es auch, sich Zeit dafür zu nehmen, durch New Yorker Jazz-Clubs zu streifen.

Lise de la Salle ist – im Gegensatz zu manch anderen jungen Kollegen, die wie sie eine Wunderkind-Karriere hingelegt haben – klug genug, sich nicht von den nimmersatten Begehrlichkeiten des Klassik-Zirkus verschlingen zu lassen und zieht einen hübschen Vergleich: „Ich bin keine Orange, aus der man das Maximum herausholt und die man dann wegwirft. Musik braucht generell Zeit“. Konsequenterweise spielt die Pianistin lediglich 45 Konzertabende pro Jahr.

Lise de la Salle kam durch ihre Familie früh mit Malerei und Musik in Berührung. Nicht von ungefähr sagt sie von sich, dass sie „ein musikalisches Gefühl“ für Farben und Formen habe. De Affinität zur Malerei wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Schließlich war ihr Urgroßvater Galerist von Modigliani und ihre Urgroßmutter Malerin. Der Teil ihrer Wurzeln, der durch die «Grande Nation» geprägt ist, spiegelt sich auch in dem Konzertprogramm, mit dem sie gerade quer durch die Republik tourt.


Eintritt: 20 €

5,00 € (Reduzierter Eintrittspreis nur für Schüler und Studenten)
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