Classic et Cetera

Tetzlaff Quartett, Fr., 22.01.2016, 19:30 Uhr

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Streichquartett Nr. 16 Es-Dur KV 428 (=421b)
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 122
Jean Sibelius (1865-1957)
Streichquartett d-Moll op. 56 „voces intimae“ (1909)


Die gemeinsame Leidenschaft für Kammermusik führte Christian und Tanja Tetzlaff sowie Hanna Weinmeister und Elisabeth Kufferath 1994 zur Gründung eines Streichquartettes – das Tetzlaff Quartett war geboren. Seither hat sich dieses Ensemble zu einem der gefragtesten Quartette der mittleren Generation entwickelt. Regelmäßige Konzerte führen das Tetzlaff Quartett in alle wichtigen Konzertorte Deutschlands und außerdem nach Frankreich, Italien, Belgien, Großbritannien, die Schweiz sowie in die USA. Das Ensemble ist zu Hause auf den großen internationalen Podien wie dem Auditorium du Louvre in Paris, der Wigmore Hall in London, der Société Philharmonique in Brüssel, dem Wiener Musikverein und dem Concertgebouw Amsterdam. Es ist gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie den Berliner Festwochen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Musikfest Bremen.
In dieser Saison gastiert das Tetzlaff Quartett beim renommierten Dvořák Festival in Prag sowie in Hamburg, Gent und Paris. 2010 erschien die erste CD beim Label CAvi mit Quartetten von Sonderkonzert Januar Schönberg und Sibelius; 2013 folgte eine Aufnahme mit Bergs Lyrischer Suite und Mendelssohns 2. Streichquartett.

"One of the most brilliant and inquisitive artists of the new generation“ (New York Times), “Tetzlaff was phenomenal, performing in a manner that had to be seen as well as heard in order to be believed” (Saint Louis Post Dispatch). Christian Tetzlaff genießt seit über zwanzig Jahren ein erfülltes Konzertleben mit rund 100 Konzerten pro Jahr. Als gern gesehener Gast auf allen Konzertpodien der Welt, gleichermaßen heimisch im Repertoire der Klassik und Romantik wie auch des 20. Jahrhunderts, setzt er Maßstäbe mit seinen Interpretationen. Er tritt auf mit allen bekannten Orchestern der Welt. Als Artist in Residence der Berliner Philharmoniker ist er in verschiedenen Kammermusikformationen, in reinen Soloabenden und als Solist mit Sir Simon Rattle (Brahms Violinkonzert) in Berlin zu hören. Kleinere Residenzen gibt es auch in Paris mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und in Sydney mit dem Sydney Symphony Orchestra. Tourneen führen ihn in dieser Saison mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra und Daniel Harding nach Schweden, Österreich und Deutschland, mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen nach Kanada, Korea und Japan und mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin nach Slowenien und Deutschland. Er ist zu Gast bei den Münchner Philharmonikern, dem Scottish Chamber Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Nederlands Philharmonic Orchestra, Gürzenich Orchester Köln, Wiener Philharmoniker, London Symphony Orchestra und Wiener Symphonikern. In Amerika ist er beim Montréal Symphony Orchestra, beim Seattle Symphony Orchestra, beim Cleveland Orchestra und beim Pittsburgh Symphony Orchestra eingeladen. Mit dem Boston Symphony Orchestra und Andris Nelsons gastiert er sowohl in Boston als auch in der Carnegie Hall in New York.
Christian Tetzlaff spielt eine Violine des zeitgenössischen deutschen Geigenbauers Stefan-Peter Greiner. Er unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Akademie.

Wolfgang Amadeus Mozart: Das Streichquartett Nr. 16 gehört zu den sechs Haydn gewidmeten Quartetten. Mozart orientierte sich beim Komponieren nicht nur an Haydns op. 33, sondern beschäftigte sich zu dieser Zeit intensiv mit Bach und Händel. Mozart betrat dabei aber durchaus neue Wege, übertrat bewusst alle Konventionen seiner Zeit, griff in harmonischer Sicht, gelegentlich auffallend chromatisierend, weit ins kommende Jahrhundert voraus – an einer Stelle glaubt man ein vorweggenommenes Tristan- Zitat zu hören – und frappiert die Zuhörer im Finale mit einer Virtuosität, dass man fast vergisst weiter zu atmen.

Dmitri Schostakowitsch: Das Streichquartett Nr. 11 schrieb Schostakowitsch im Gedenken an einen Jugendfreund, den Geiger Wassili Schirinski. Das Werk ist nicht mehr eindeutig tonal, sondern zeigt den beginnenden Altersstil und seine schöpferische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik, eine transparente, aber elegische und introvertierte Musik. Alle sieben Sätze werden attacca gespielt und verklingen morendo, im Pianissimo.

Jean Sibelius: Musik war für Sibelius eine sehr persönliche Angelegenheit, der Untertitel voces intimae (etwa: innere Stimmen) weist darauf hin. Unbeeindruckt von den musikalischen Bestrebungen seiner Zeitgenossen am Beginn des 20. Jahrhunderts mit neuen Harmonien lässt Sibelius in seinem Streichquartett d-Moll op. 56 noch einmal die geliebten Dur- und Moll-Klänge in durchaus neuen Farben erglühen.


Eintritt: 18 €

5,00 € (Reduzierter Eintrittspreis nur für Schüler und Studenten)
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