Classic et Cetera

Romantische Kammermusik, Sa., 25.04.2015, 19:00 Uhr

Thomas Duis, Klavier
Sebastian Geyer, Bariton
Jone Kaliunaite, Viola
Sibylle Mahni,
Horn
Rainer Schick, Oboe

Robert Kahn (1865 – 1951)
Serenade f-Moll op. 73 für Oboe, Horn und Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Sechs Lieder op. 71 für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte

August Klughardt (1847 – 1902),
Schilflieder für Oboe, Viola und Klavier
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Robert Schumann (1810 – 1856)
Adagio und Allegro für Horn und Klavier

Charles Martin  Loeffler (1861 – 1935)
1. Rhapsodie für Oboe, Viola und Klavier (1901)

Volker David Kirchner (1942)
Trio für Bariton, Horn u. Klavier

Dieses ausgefallene Konzertprogramm ist, beiläufig gesagt, eine typisch Freinsheimer Produktion. Ausgeheckt wurde es im feuchtfröhlichen Keller des Von-Busch-Hofs nach dem begeisternden Konzertabend von Sibylle Mahni, Thomas Duis und Laurent Albrecht Breuninger im Mai 2014 und ist inspiriert von Konzertplänen der Hornistin Sibylle Mahni mit dem Bariton Sebastian Geyer.

Sebastian Geyer ist seit 2010 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, singt vielfältige Partien, 2013 unter anderem den Aeneas in Dido and Aeneas (diese Oper von Henry Purcell wurde im Rahmen des Gastspiels der Oper Frankfurt auch beim Edinburgh Festival aufgeführt). Zuvor war er am Stadttheater Gießen und am Theater Heidelberg engagiert, wo er wichtige Rollen seines Faches, u.A die Titelpartien von Eugen Onegin und Don Giovanni, gestaltete. Für seine Interpretation des Don Giovanni wurde er 2006 im Fachmagazin „Opernwelt” zum „Sänger des Jahres” nominiert. Der Bariton kann auf zahlreiche Wettbewerbserfolge verweisen, darunter 2002 und 2003 beim Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Gastengagements führten ihn z.B. an das Staatstheater Stuttgart, das Staatstheater Wiesbaden und das Nationaltheater Mannheim. Große Erfolge feierte Geyer zudem mit den Titelrollen der Vivaldi-Opern Montezuma und Tito Manlio im Rokokotheater des Schlosses Schwetzingen. Als Konzertsänger arbeitet der Bariton u.a. mit dem hr-Sinfonieorchester, dem Barock-Ensemble La Stagione Frankfurt, den Münchner Sinfonikern und dem WDR Rundfunkorchester Köln zusammen. 

Die andern Musiker des Abends sind bis auf Jone Kaliunaite in Freinsheim keine Unbekannten, allen voran der Pianist Thomas Duis. Duis ist Arthur-Rubinstein-Preisträger und renommierter Solist auf vielen Konzertpodien in aller Welt und auch als Kammermusikinterpret bestens bekannt. Von ihm gibt es viele Einspielungen auf Schallplatte und CD, teilweise prämiert. 1994 folgte er einem Ruf an die MHS Graz. 1998 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Musik Saar, deren Rektor er von April 2004 bis 2012 war.

 


Jone Kaliunaite wurde 1971 in Vilnius, Litauen, geboren. Am dortigen Kunst- und Musikgymnasium belegte sie das Hauptfach Violine, später Viola. Nach dem Abitur studierte sie an der Litauischen Musikakademie, ab 1991 an der Musikhochschule Lübeck und schloss 1998 das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Darüber hinaus war sie außerordentliche Studentin am Mozarteum in Salzburg. Jone Kaliunaite ist mehrfache Preisrträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Jone Kaliunaite war 1. Solo-Bratschistin bei den Essener Philharmonikern und an der Deutschen Oper am Rhein in Duisdurg. 2005 erhielt sie eine Professur an der Hochschule für Musik Saar und seit 2012 eine Gastprofessur an der Musikakademie in Vilnius. Sie konzertiert sowohl solistisch als auch in verschiedenen Kammermusikformationen.

Sibylle Mahni ist Schweizerin. Sie wurde in Lund/Schweden geboren und wuchs ab dem 7. Lebensjahr in Braunschweig auf. Ihren musikalischen Werdegang begann sie im Alter von 4 Jahren mit dem Klavier und wenige Jahre später mit der Trompete. Früh erhielt sie erste Auszeichnungen bei Wettbewerben, war Stipendiatin bei “Villa Musica” und der “Studienstiftung des Deutschen Volkes”. Hochschulstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main, das sie im Jahre 2002 mit dem Konzertexamen abschloss. Internationale Wettbewerbserfolge erzielte sie beim Internationalen Hornwettbewerb  in Leeuwarden/Niederlande, beim “Peter Damm Wettbewerb” in Iserlohn/Deutschland und beim Internatinonalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Derzeit arbeitet sie als SoloHornistin im Frankfurter Museumsorchester und hat eine Universitätsprofessur an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne und erhielt kürzlich einen Ruf an die Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken.

Rainer Schick, Jahrgang 1965, erhielt schon als Jugendlicher zahlreiche Auszeichnungen, u.a. beim Wettbewerb "Jugend musiziert", bei dem er 1983 den 1. Bundespreis im Fach Oboe errang. Er studierte ab 1984 bei Prof. Heinz Holliger in Freiburg und absolvierte dort seinen Abschluss mit Auszeichnung. Es folgten Förderpreise beim deutschen Musikwettbewerb in den Jahren 1989 und 1991 und die Aufnahme in die Bundesauswahl "Konzerte Junger Künstler 1990/1991". Rainer Schick war Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg, Mitglied des Bundesjugendorchesters und der Jungen Deutschen Philharmonie. Seit 1989 ist er Solo-Oboist der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Rainer Schick ist Gründer des Freinsheimer Ensembles "Busch-Hof Consort".

Nikolaus Lenaus Gedichtzyklus, der unter dem Namen ”Schilflieder” 1832 veröffentlicht wurde, ist eine melancholische Liebesdichtung, die schwermütig einer unerfüllbaren Liebe nachträumt. Dies ist ohne Zweifel auch der Inbegriff der musikalischen Romantik, und so verwundert es kaum, dass Lenaus Lyrik verschiedene Komponisten zu wunderbaren Tondichtungen inspirierte.



Felix Mendelssohn Bartholdy, aber auch der fast unbekannte August Klughardt, stehen in dieser Tradition und haben sich anregen lassen. Klughardt, dessen Komposition ”Schilflieder” dem heutigen Konzert den Namen verleiht, war befreundet mit Franz Liszt, der ihn ebenso wie Richard Wagner und Robert Schumann – dessen berühmtes Werk für Horn und Klavier ebenfalls erklingt – stark geprägt hat.

 



Robert August Kahn aus Mannheim, dessen persönliche Begegnung mit Johannes Brahms im Jahre 1886 prägend für ihn war, schrieb hauptsächlich Kammermusik. Kahn wurde von den Nationalsozialisten 1938 in die Emigration gezwungen und verbrachte den Rest seines Lebens in England. Nach dem Krieg geriet er allerdings nahezu völlig in Vergessenheit.

 

 

Volker David Kirchner, geboren 1942 in Mainz, ist ein deutscher Musiker und Komponist. Sein Werk schließt alle Gattungen ein und wird weltweit gespielt. Neben vielen Kammermusikwerken umfasst es große Orchesterwerke und Solokonzerte, weltliche und geistliche Vokalmusik sowie Bühnenwerke. Volker David Kirchners jüngstes Bühnenwerk, die Oper Savonarola, wurde 2011 in Kiel uraufgeführt.


Eintritt: 18 €

5,00 € (Reduzierter Eintrittspreis nur für Schüler und Studenten)
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