Classic et Cetera

Open Air Konzert: Symphonischer Saisonabschluss, Sa., 11.07.2015, 20:00 Uhr

Mit einem Sinfoniekonzert des Busch-Hof Consorts im traumhaften Ambiente des alten Gevierts im Von-Busch-Hof heißt es im wahrsten Sinne des Wortes Abschied zu nehmen – zum Glück nur von der Saison 2014/15.


Wolfgang Amadeus Mozart
Mozarts virtuose Serenata notturna mit konzertierenden Soloviolinen und einem Kontrabass in exponiertem Auftritt verbürgt eine ideale und fröhliche Einstimmung in den sommerlichen Konzertabend. Mit registerartig wechselnder Instrumentation und Rückgriffen auf die (vor)barocke Terrassendynamik gelingen Mozart wunderbare musikalische Effekte, besonders auch wegen der klanglichen Differenzierung der Basslinie mit Kontrabass und Violoncello.

Joseph Haydn
Haydns wohl populärste Sinfonie wurde berühmt durch den letzten Satz, ein Adagio, bei dem die Musiker nach und nach die Bühne verlassen. Zeitzeugen erzählten: „Immer schmalbrüstiger wird die Musik, immer dünner. Haydn am Klavier dirigiert weiter, als bemerke er nichts. Ein paar Adagio-Takte in A-Dur. Doch während sie erklingen, verschwinden nach und nach der Cellist, der dritte und vierte Violinist und der Bratschist. Es ist fast finster im Orchester. Nur an einem Pult brennen noch zwei Kerzen: hier sitzen Luigi Tomasini und ein zweiter Violinist, denen das letzte Wort zufiel. Leise, durch Sordinen gedämpft, erklingt der Wechselgesang ihrer Geigen, in Terzen und Sexten sich verschlingend und dann wie im leisesten Hauch ersterbend. Jetzt sind die letzten Lichter erloschen, die letzten Geiger aufgestanden und wie Schatten an der Wand verschwunden: ein Atem herbstlicher Einsamkeit weht in den Zuhörerraum hinüber. Wie Haydn auf Zehenspitzen abgehen will, tritt der Fürst heran und legt ihm leise die Hand auf die Schulter: „Mein lieber Haydn! Ich habe verstanden. Die Musiker sehnen sich nach Hause. – Gut denn! Morgen packen wir ein.“

Franz Schubert
Als krönender Abschluss unseres Sommerkonzertes erklingt Schuberts 5. Symphonie, die er im Alter von 19 Jahren schrieb. Sein Freund  Leopold von Sonnleithner (ein österreichischer Jurist und eine Respektsperson in der damaligen Wiener Musikszene) bezeichnete sie als die „liebliche Sinfonie in B-Dur“, was den zugleich heiteren und tiefgründigen Esprit dieses Meisterwerks sehr genau trifft.


Eintritt: 25 €

5,00 € (Reduzierter Eintrittspreis nur für Schüler und Studenten)
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