Classic et Cetera

Festliche Barockmusik mit dem Busch-Hof Consort, So., 16.12.2012, 17:30 Uhr

Jan Dismas Zelenka:
Triosonaten Nr. 5 F-Dur und Nr. 6 c-Moll für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo

Georg Phillipp Telemann:
Tafelmusik II – Quartett d-Moll für Violine, Oboe, Fagott und Basso continuo


Das lange verkannte und zu Unrecht vergessene Genie:

Der im böhmischen Launowitz geborene Komponist Jan Dismas Zelenka lebte von 1679 bis 1745 und war von 1710 bis zu seinem Tode Kontrabassist und Kirchenkomponist an der Dresdner Hofkapelle. 

In relativ fortgeschrittenem Lebensalter betrieb Zelenka in den Jahren 1716-1719 Studien bei Johann Joseph Fux in Wien, und von 1722 an komponierte er regelmäßig Werke für den katholischen Hofgottesdienst in Dresden; 1735 erhielt er erst nach langem Drängen den Titel eines „Kirchen-Compositeurs“.

Aber gerade seine Sonaten für zwei Oboen, obligates Fagott und Basso continuo zeigen, was zu seinen Lebzeiten offenbar nur Große wie Bach erkannten, der viele Musikstücke von Zelenka in seiner Bibliothek hatte: ein Genie. Ein Typ an der Grenze zum Wahnsinn, von solcher Individualität und Fusionskraft, so witzig und inbrünstig, so innovativ und unverwechselbar, dass ihn seine Dienstherren auf Händen hätten tragen müssen. Selten ist ein Künstler seines Formats so schäbig behandelt worden wie dieser gebürtige Böhme im glänzenden Dresden August des Starken und seines Nachfolgers. Erstaunlicherweise komponierte er umso spannender, je weniger Chancen er hatte. 

Ergänzt werden diese Triosonaten von einem der bekanntesten Werke Telemanns (1681-1767) aus der 1733 veröffentlichten Tafelmusik. Das ist eine dreiteilige Sammlung von je sechs Instrumentalwerken des Komponisten. Der Originaltitel lautet: Musique de table. Das Werk Telemanns ist Höhepunkt und gleichzeitig eines der letzten Beispiele der höfischen Tafelmusiken.

 

(Schüler/Studenten: 5 )


Eintritt: 16,00 €

5,00 € (Reduzierter Eintrittspreis nur für Schüler und Studenten)
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